Griaß enk, da is der Willi von der Karseggalm. Wenn’s auch mittlerweile wieder sehr schön ist, möchte ich Euch heute etwas über die turbulenten Gewitter der letzten Woche erzählen. Begonnen hat es schon am letzten Montag – es war einiges zu tun auf der Alm, denn es war herrliches Wetter mit 30 °. Um 17.00 Uhr wollte ich dann mit meiner Frau ins Tal fahren, um einzukaufen und Brot zu holen, doch es zog ein kräftiges Gewitter auf und zwang uns abzuwarten. Auf dem Lärchenschindeldach prasselte es, so dass man in der Hütte kaum ein Wort verstand. Der Gewitterspuk ist meist bald vorbei, so war es auch dieses Mal und nach einer Stunde traten wir die Reise an. Doch da sahen wir die Katastrophe – unser Fahrweg war bei der Querung des Breitenebengrabens komplett vermurt. Wir waren eingesperrt. Also schliefen wir doch auf der Alm. Die Straße wurde am nächsten Tag mit Baggern wieder freigemacht – leider hielt das ganze nur bis Donnerstag. Das Gewitter am Donnerstagabend vermurte uns die einzige Zufahrtsstraße neuerlich. Wie wenn das nicht schon genug wäre. Am Samstag verbrachte die komplette Familie mit unseren 3 Söhnen Hannes, Christoph und Josef bei mir auf der Alm. Am späten Nachmittag ging neuerlich ein Gewitter nieder, dass wir schon unsere Wetterkerze anzündeten. Über unsere Nachbaralm, die Unterwandalm, zog ein Hagel herein, dass es nur so weiß war. Bis zum „Brentengraben“ sah es danach aus, als ob es geschneit hätte. Unsere Alm blieb jedoch vom Hagel großteils verschont, hatte die Wetterkerze vielleicht gute Dienste getan? Vielleicht, die Straße ins Tal war aber neuerdings, das zum dritten Mal in einer Woche vermurt und unpassierbar. Noch dazu musste ich unseren Jüngsten, Josef, am Sonntag morgen, weil er krank war, bei anhaltenden Regen zur Breitenebenalm heruntertragen, wo er dann von meiner Frau abgeholt wurde, um sich zuhause auszukurieren. Für’s Kranksein ist unsere Hütte nicht geschaffen, weil’s zieht und wenig Ruhe ist. Vollbepackt mit frischem Brot stieg ich dann zur Karseggalm hoch.
Das war eine Woche, wo man die Natur so richtig zu spüren bekommt. Jetzt muss ich aber auf die Hochalm eine Kalbin holen, denn sie bekommt jetzt schon ihr erstes Kalb. Aber davon das nächste Mal. Pfiat enk.










[...] zum Beispiel Willi Gruber (besser bekannt als “Karsegg-Willi”) in seinem Beitrag “Die Gewalten der Natur“, dass er innerhalb von nur 1 Woche drei Mal aufgrund von Unwetter auf der Karseggalm von der [...]