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Lydia Gschwandtl - Harbachalm

Wo bleibt die Zeit?

27. Juli 2010 | 1 Kommentar » | geschrieben von Lydia Gschwandtl - Harbachalm

Hallo liebes Almtagebuch!
Diese Woche ging mir wieder einmal zu schnell vorbei, aber wir haben auch sehr viel geschafft. Bei der Heuernte haben wir mit dem 2. Schnitt begonnen (“Grumet” glaube ich, heißt das auf (Schön-) Deutsch), auch unsere Heimalm (Hollereben) haben wir am Montag gemäht und am Mittwoch sehr gut geheut, es waren 5 ordentliche Ladewagen voll. Die Heimalm ist gut 7 km vom Hof entfernt (Forststraße). Mein Mann Ambros braucht knapp 50 min mit dem vollen Ladewagen runter zum Hof, leeren und wieder hoch (die Hollereben liegt direkt oberhalb unseres Hofes). In dieser Zeit sollte ich und unsere Helfer (dieses Mal: Tante Thresel und Marianne und unser Onkel Franz) soviel mit dem Rechen geheut haben, dass Ambros gleich wieder den Ladewagen auffüllen und Richtung Heimat losdüsen kann (Zeit ist Geld :) ). Es waren ein paar sehr anstrengende Stunden an diesem Tag, aber am Abend ließen wir es uns dann richtig gut gehen (habe vor dem Heuen alles für ein gemütliches Grillen vorbereitet).

Hollereben

Hollereben

Natürlich haben wir auf Opa und Oma in der Tofern nicht vergessen, unser Opa wurde diese Woche zur Krankenschwester, weil eine unserer Milchkühe an Klauenbettentzündung erkrankt ist. Glück bekam vom Tierarzt Antibiotika gespritzt und muss eine Woche im Tret bleiben. Morgens und Abends wird sie zusätzlich mit “Zugsoim” (Lärchpechsalbe: gut bei Entzündungen für Mensch und Tier) eingeschmiert. Da Glück das Bett hüten muss, ist es notwendig “Einfutter” (frisches Gras) zu mähen und ihr über den Tag verteilt zu fressen zu geben.

Glück

Glück

Die letzten 3 Tage war ich auf der Alm, trotz des unbeständigen Wetters kamen einige Gäste. Es wurde gesungen (die Leute hatten Glück, dass ich heiser war), gelacht und viel gegessen. Ich hatte den Eindruck, dass sich die Gäste wohlfühlten und sich recht zufrieden auf den Heimweg machten.

So was soll ich euch noch erzählen, lasst mich mal kurz überlegen.

Heute habe ich wieder Brot gebacken, für die Alm und für uns zu Hause. Ich bin sehr froh, dass wir eine Knetmaschine und einen Brotbackofen (12 bis 14 Wecken) haben, dass ist für mich eine große Erleichterung, sonst müsste ich die 25 bis 30 kg Teig mit der Hand kneten.

Für meinen Brotteig nehme ich

  • 1/3 Roggenmehl, 1/3 Weizenbrotmehl und 1/3  Schwarzroggenmehl, Salz, Germ (Hefe), etwas Brotgewürz (Kümmel, Koriander, Anis, Fenchel)
  • das Ganze mit Wasser anmengen bis ein mittelfester Teig entsteht.
  • Den Teig lasse ich dann 1 bis 2 Stunden gehen
  • danach Struzen (Wecken) formen
  • nochmals 20 Minuten gehen lassen (damit die Spannung aus dem Struzen geht und das fertige Brot beim Schneiden nicht bricht)
  • für 1 1/2 Stunden bei 250 Grad Oberhitze und 230 Grad Unterhitze in den Ofen.

Mein Tipp: Wenn es ausgekühlt ist, gibt es nichts Besseres als eine Tasse Kaffee und ein Stück frischgebackenes Brot mit Butter und Honig (dafür lasse ich jede Torte stehen)- Maaahlzeit.

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Kommentare


  1. Simone Schuller

    Jaaaaaa, das Brot von der Lydia kenne ich nur allzugut und es ist wirklich sehhhhr zu empfehlen. Genauso wie ihr Apfelbrot…mhm, absolut lecker. Dafür lasse auch ich jede Torte stehen.
    Glg, eure Simone

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