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Lydia Gschwandtl - Harbachalm

Die Beerenjagd

02. August 2010 | 1 Kommentar » | geschrieben von Lydia Gschwandtl - Harbachalm

Hallo ihr Lieben, ja ihr seht richtig, es ist schon wieder Dienstag und am Dienstag mache ich mich ein wenig “gschaftig” (leiste meinen wöchentlichen Beitrag) im Almblog.

Letzte Woche war es bei der Heuernte etwas ruhiger, deshalb waren ”meine” Männer (mein Mann Ambros, Onkel Franz, Opa Bros und Roland) in der Alm und haben die Wasserversorgung beim Jungrind auf Vordermann gebracht. Ich erzähle Euch gleich mehr darüber.

Mich hat derweilen das Jagdfieber gepackt, denn die Schwarzbeeren (Heidelbeeren) werden schön langsam reif. Heuer sind die Beeren aber etwas “wetterschlachtig”, das heißt es war ihnen von Anfang an zu nass, zu kalt, dann Schnee, etc.

Das Fieber dauert bei mir aber nie sehr lange, spätestens wenn ich am Berg vor den “Stauern” (Stauden) stehe ist es vorbei. Ich habe zwar schon ein paar gepflückt, aber für mich ist das Schwarzbeer brocken (pflücken) eher eine Tortur. Diese vielen kleinen Beeren und das sch… Laub. Bis der Eimer voll ist, dauert es mir viel zu lang, aber nur die Harten kommen durch.

Aus meinen selbst gepflückten Beeren habe ich dann einen Kuchen gebacken:

  • 300 g  Zucker 
  • 100 g zerlassene Butter
  • 500 g Mehl
  • 6 Eier und 1 Pkg Backpulver
  • 125 ml Milch
  • 500 g Schwarzbeeren

Eier und Zucker schaumig rühren – die zerlassene Butter langsam einrühren – Mehl, Backpulver und Milch unterheben – den Teig aufs Blech streichen und die Beeren darauf verteilen.

Streusel:

  • 120 g Butter
  • 150 g Zucker
  • 150 g Mehl, Salz, Zimt

Das Ganze bröselig kneten und über den Kuchen streuen bei 170 Grad 45 min backen.

Schwarzbeerkuchen

Schwarzbeerkuchen

Der Kuchen hat nicht lange überlebt, meine Männer behaupteten er war sehr lecker.

Während ich mit den Beeren gekämpft habe, waren meine Männer mit dem Verlegen eines Wasserschlauches beschäftigt. Bei unseren Salzburger Sommerfrischlern (30 Stück Rind) gibt es kein ständig fließendes Wasser, deshalb müssen wir das Wasser ca. 400 m mit einer offenen Sure (Mini Wassergraben) zum Vieh leiten. Das heißt ständig “grein und doa” (Sure von Steinen, Ästen und Laub befreien). In die Generalsanierung wurden heuer 2 Tage investiert (ich unterstützte meine Männer mental und kulinarisch).

Mini Wassergraben

Mini Wassergraben

Noch einen schönen Gruß und alles Gute lieber Willi zum gesunden Nachwuchs und wenn du richtig nicht weißt, was du aus der übrigen Biastmilch (Kolostralmilch) machen sollst, meine Oma hat immer Biastblattl gemacht. Deine Mama weiß sicherlich bescheid.

Bis demnächst von der Harbachalm.

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Kommentare

  1. Thomas Wirnsperger
    Thomas Wirnsperger

    Servus Lydia! Bitte ruf´ mich an, wenn du den nächsten “Schwoschzbeekuch´n” ins Rohr schiebst. Dann mach´ ich mich gleich auf den Weg zu euch hoch und schau, ob ich auch noch ein Stück erwisch :o )

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