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Willi Gruber - Karseggalm

Ein weißer Geißbock mit besonderer Duftnote

12. August 2010 | 1 Kommentar » | geschrieben von Willi Gruber - Karseggalm

Eigentlich freuen wir uns immer über Gäste, Ende letzter Woche hatten wir einmal eine Ausnahme. Ein weißer Geißbock von „enta da Hech“ (über der Höhe, also aus dem Kleinarltal) hat Gäste, die diesen wunderschönen Talübergang gewandert sind ab der Kleinarlerhütte einfach begleitet. Eigentlich halb so schlimm, wenn er nicht so ein penetrantes Bockgestank mitgebracht hätte.

Schwarzbeernocken auf der Karseggalm - Willi leidet an Fleischentzug und kann an nichts anderes als einen Rehbock denken.

Bald roch es nach ihm bis in die Hütte, vor der Hütte war es für empfindliche Näschen kaum auszuhalten. Auch an der Kleidung hat sich dieses besondere Flair bald festgesetzt und unsere Gäste bis nach Hause begleitet. Dieser Duft soll aber gesund sein.

Für die rettende Problemlösungsidee sind wir Peter, einem einheimischen Unternehmer, dankbar. Er hat anwesende Gäste, nach einem Stamperl edelsten Vogelbeerschnapses (so was baut Brücken!) um einen kleinen „Deanst“ (Dienst, Gefallen) ersucht. „Der Bock ist auf der Breitenebenalm entlaufen, schönen Gruß an den Toni, ihr bringt ihm den Bock wieder zurück. Kriegs sicher dort dann auch ein Schnapserl“. Es hat funktioniert, so ein Vogelbeerschnaps löst echte Probleme.

Wo wir schon bei Naturprodukten sind. Unsere Nahrung auf der Alm ist in letzter Zeit sehr von Schwarzbeeren und Schwammerl bestimmt. Im Almgartl reift auch noch Salat, Karfiol und Kohlrabi.

Eierschwammerlgulasch - köstlich!

Bis zu einem bestimmten Grad ist jede Alm durch die Herstellung der verschiedensten Naturprodukte ohnehin selbstversorgungsfähig, jetzt zusätzlich bereichert um die Früchte aus Wald und Wiesen. Aber immer Schwarzbeeren und Schwammerl ist auch etwas einseitig und hängt dann und wann einmal raus. Hoffen wir, dass der Jäger bald einen Rehbock schießt und Erbarmen mit unter akuten Fleischmangel leidenden Almleuten hat.

Mernhof, unser Alm-Kalb, entwickelt sich auch prächtig. Aber es gibt ein Problem: es entstammt einem One-Night-Stand mit einem noch Unbekannten und kennt seinen Vater nicht – davon aber in einer der nächsten Geschichten mehr. Euer Willi, Hirter der Karseggalm.

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Kommentare


  1. Vroni

    Haha, der Geißbock ist von uns (Kleinarler Hütte) mit den Gästen mitgelaufen, wir waren froh, den Gestank los zu sein ;-) Die Besitzer haben ihn aber am Sonntag eh auf der Breitenebenalm abgeholt, also seid ihr den Gestank in Großarl wieder los….

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