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Anna Mergl - Hühnerkaralm

Die lustigen Milchmesser

14. August 2010 | Keine Kommentare » | geschrieben von Anna Mergl - Hühnerkaralm

Die Milch wird gewogen und eine Probe zur Bestimmung von Fett- und Eiweißgehalt gezogen

Heute geht es wieder um eine spezielle Berufsgruppe, die unserer Alm einen regelmäßigen Besuch abstattet – die Milchmesser. Wenn man Mitglied beim Zuchtverband ist, kommt ca. 1 x im Monat der Milchmesser auf Besuch. Er wiegt, wie viel Milch aus jeder Kuh herausrinnt und nimmt Proben. Dadurch erfährt der Bauer wie viel Fett, Eiweiß usw. in der Milch enthalten ist.

Da unsere Kühe 4 Monate auf der Alm verbringen, dürfen wir uns über diese Besuche des Öfteren freuen. Heuer hab ich das besondere Glück, dass überhaupt 2 Milchmesser für mich zuständig sind. Da wäre einmal der Urban – verantwortlich für die Aschau-Kühe. Ihn kenne ich mittlerweile nicht nur durch seine Tätigkeit, auch beim Mankei-Jagern letztes Jahr war er dabei.

Der Blick auf die Waage. Kann in fortschreitendem Alter auch Haltungsschäden auslösen.

Und wenn Christina und ich manchmal nach getaner Arbeit bei Nacht und Nebel eine unserer Nachbaralmen besuchen, schließen wir schon immer Wetten ab, ob wir diesmal wieder auf Urban treffen werden. Denn meistens sitzt dieser dann brettlbreit genau in unserer Zielhütte. Falls ja, wird es sicher nicht so schnell langweilig. Der lustige Milchmesser kann nämlich viel mehr als nur Milch messen. Als er mir aber eröffnete, dass außer ihm heuer auch noch für die Geßlegg-Kühe (die heuer das erste Mal hier sind, was übrigens auch auf Urbans Mist gewachsen ist, der verriet dem Geßlegger, dass auf der Hühnerkaralm für ein paar Kühe schon noch Platz ist) einer namens Hannes kommen würde, war ich schon etwas  überrascht.

Naja, der macht seinen Job auch nicht so schlecht, nach getaner Milchmesser-Tätigkeit wurde es mit ihm und seinen Begleitern (allein hat er sich offensichtlich nicht  raufgetraut) auch noch recht lustig, erst zur späteren Stunden traten sie den Heimweg an. Da die Geßlegg-Kühe nicht den ganzen Almsommer heroben sind, wird es auch wohl der erste und letzte Besuch von Hannes gewesen sein.

Ich mit dem Milchmesser - Gesprächsthema natürlich unsere Kühe

Was insofern ein Problem ist, weil er seine Jacke heroben vergessen hat. Die zieh ich jetzt immer an, wenn mir recht kalt ist, z. B. in der zugigen Seilbahnhütte. Sie ist mir zwar um vielleicht ein, zwei Nummern zu groß, aber was soll’s … Hannes, wenn Du das zufällig liest: Deine Jacke wäre jederzeit im Heakar abholbereit.

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