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Willi Gruber - Karseggalm

Ein erfreuliches Echo

19. August 2010 | 1 Kommentar » | geschrieben von

Griaß enk,  i bi’s – da Willi, Hirter von der Karseggalm (mundartlich Kåuscheggeum).

Es ist Euch sicher auch schon oft aufgefallen, wenn man beim Almern oder Wandern gehen einen Juchiza macht, kommt ein Echo aus den umliegenden Bergen und Felswänden zurück. Diesmal meine ich aber das Echo vom Almblog. Es freut mich sehr, dass dieser bei den Leuten so gut ankommt. Man hat ja schon in der Pongauer Bezirkszeitung darüber gelesen. Letzte Woche schrieb sogar auch die Pongauer Nachrichten einen Artikel über das Senner- und Sennerinnen Tagebuch (für Bericht hier klicken). Schöner Bericht der gepasst hat, aber: im Foto wurde ich von den Pongauer Nachrichten als „Willi Prommegger“ bezeichnet. Prommegger ist zufälligerweise auch der Mädchenname meiner Frau. Ich stelle hiermit richtig: ich habe NICHT den Mädchennamen meiner Frau angenommen, wir sind bei „Gruber“ geblieben. So viel Emanzipation wäre auch schon übertrieben und es gibt ja schon genug „Prommegger“ in Großarl. Aber ich bin ja nicht so empfindlich, Schwamm drüber.

Almkalb Mernhof

Unser kleines Almkalb „Mernhof“ entwickelt sich auch prächtig. Doch noch eines ist ungeklärt, wir wissen nicht wer der Vater ist. Mernhof, habe ich ja schon erzählt, entstand aus einem One-Night-Stand. Es muss im Oktober letzten Jahres zu Hause auf der Weide gewesen sein. Ich vermute den Nachbarstier, doch unser Nachbar legt für seinen Stier die Hand ins Feuer, so was würde dieser nie tun. Gesehen hat es ja keiner und um des Friedens Willen möchte ich mich wegen so Kleinigkeiten nicht unnötig aufregen. Vielleicht nebenbei erwähnt: für einen Zuchtbetrieb wie wir es sind ist es doch ein Schaden, wenn ein Stier ohne Abstammungsdaten dazukommt.

„Mernhof“ ist ein sehr edler Kuhname, klingt fast etwas adelig wie „Frau von und zu Mernhof“. Die Kuhnamen sind überhaupt schon alle ein paar hundert Jahre alt. Es gibt eine eigene tierartspezifische Namenskategorie die keine Parallelen zu den Namensbezeichnungen von uns Menschen aufweist (erst im letzten Jahrhundert haben sich ein paar eingeschlichen). Oft erinnern die Namen unserer Kühe an die Pflanzen und Tiere in unserer Bergregion (Almrausch, Arnika, Edelweiß, Ehrenpreis, Gams, Wermuth), an begehrenswerte Lebensumstände (Glück, Reim, Segen) oder an geografische Bezeichnungen (Salzburg, Tauern, Braunau). Bei anderen Namen fällt es heute schwer sie zu interpretieren, sind sie doch einige hundert Jahre alt. Aber sie klingen nach wie vor schön und edel, so wie es unsere Kühe auch sind.

Wir im Großarltal haben die Liste der Kuhnamen gesammelt (kann schon sein, dass der eine oder andere Name noch fehlt). Schauen Sie rein – ist interessant und vielleicht erleichtert es den Bauern die Entscheidung wie das nächste Kälbchen heißt.

> Kuhnamen Verzeichnis downloaden (hier klicken).

Bis zum nächsten Mal, Euer Willi.

Kommentare


  1. Manfred Reuter

    Hallo Willi,

    wir freuen uns, dass Du in Deiner arbeitsreichen Sennertätigkeit auch noch Zeit findest, interessante Artikel über das Almleben zu schreiben. Gott sei Dank, fand Deine “Namensänderung” nur als Ente in den SN statt. Wir freuen uns auf neue Veröffentlichungen und ein Wiedersehen in der nächsten Woche.

    Viele Grüße aus dem Rosendorf Steinfurth senden Dir, Deiner Familie und Deinen Eltern

    Doris und Manfred Reuter

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