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Lydia Gschwandtl - Harbachalm

Das war knapp

25. August 2010 | 1 Kommentar » | geschrieben von Lydia Gschwandtl - Harbachalm

Es ist schon der 25.08.2010 und der Almsommer ist schon mehr als zur Hälfte vorbei. Bis jetzt hatten wir mit unseren Tieren “Reim” (Glück), doch letzte Woche sah es fast so aus, als ob wir diesen Sommer “unreimlat” sein sollten. Bei einem Kontrollgang von Opa Bros entdeckte er, dass sich ein “Keiwei” (Kalb) im “Poifarach” (Felswand) verstiegen hatte, es konnte weder vor noch zurück. Vorerst blieb das in Not geratene Keiwei noch ruhig, weil es den Rest der Herde noch sehen konnte. Als die übrigen Tiere sich ins Gras verzogen, um zu fressen, wurde das Kalb nervös und drohte abzustürzen. Es musste eine sofortige Rettungsaktion eingeleitetn werden.

Teilnehmer: Opa Bros mit Bergeseil und Robi unser Hund

Mitgeführte Ausrüstung beim Kontrollgang:

  • Rucksack mit 15 bis 20 kg Salz
  • Isolatoren
  • Reservedraht zum Ausbessern, Binoggl ( Fernglas)
  • Hock (Axt)
  • 2 Zangen zum Anfassen des E-Drahtes
  • Voltmesser
  • Schlechtwetterkleidung
  • Ausrüstung

    Ausrüstung

Voltmesser

Voltmesser

Opa Bros stieg zu dem Kalb auf und sicherte es mit dem Bergeseil. Danach musste er improvisieren, da er natürlich kein Abseilgerät bei sich hatte. Er konnte das Seil um einen Felsen wickeln und ließ das Kalb (Gott sei Dank hatte er eine optimale Gewichtsverteilung: Kalb 170 kg – Opa 40 kg mit nassem Handtuch) ca. 20 m langsam ab. Die ersten 15 m ging alles gut, aber beim letzten Stück löste sich das Kalb aus der Schlinge und stürzte ab. Es verletze sich dabei nicht schwer, es ging nur ein paar Tage “spockig” (steif, vermutlich einige Prellungen) davon. Das Kalb hat die Aktion gut überstanden, es ist schon wieder quietsch fidel.

Nach so einer Aktion braucht natürlich jeder eine Stärkung. Und weil nach einer guten Jause natürlich ein Kaffee und etwas Süßes nicht schlecht sind, haben wir unser Apfelbrot im Sortiment. Das Apfelbrot ist eine Mischung aus Früchtebrot und Rührkuchen und schmeckt wie Weihnachten. Das Rezept ist sehr einfach aber meins.

Apfelbrot

Apfelbrot

Einen “Cremnudel” (Sahneschnitte) auf der Alm, ist wegen der Lagerung nicht optimal (wegen der Kühlung). Man weiß ja nie im vorhinein, wie viele Leute kommen und wenn ich die Cremnudel immer aufessen würde, könnte man mich beim Almabtrieb ins Tal rooooollllen. Deshalb machen wir am Wochenende sogenannte truckni Nul (Kuchen) wie:

  • Sacherschnitte
  • Misthaufennudel (Kürbiskuchen)
  • Schwarzbeerkuchen
  • Gitterkuchen etc.

Das wars für diese Woche, bis nächstes Mal

Lydia von der Harbachalm

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Kommentare


  1. Karl Heinz

    Gottseidank ging die Aktion für beide, das Kalb und den Opa, gut aus!

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