Ob wir es wahrhaben wollen oder nicht, aber gerade hier in den Bergen beginnt es heftig zu herbsteln. Die Nächte oben im “Heakar” waren schon ganz schön frisch, zu guter Letzt hat es vergangene Woche auch wieder geschneit. Im Radio hört man schon Heimfahrlieder wie „Da Suma is außi“, „Foa ma hoam“ usw. Wie man an unserem Beispiel sieht, nicht ohne Grund. Immerhin sind wir vorgestern vom Heakar in unsere Heimalm „gefahren“. Die Aschauhütte, unsere Heim- oder wie man auch sagt, Niederalm, ist um einiges kleiner und weit nicht mehr so gut ausgestattet wie die Hühnerkarhütte. Aber hier müssen wir ja nur ein Monat aushalten, dazu aber nächstes Mal mehr. Heute möchte ich noch ein besonderes Erlebnis vom Hearkar erzählen:
Außer mit unseren Rindern und Pferden, teilen wir auch noch mit 3 Fåckn (Schweine) unseren Hochalmsommer. Diese haben bekanntlich nicht unbedingt das zäheste Leben. Auf jeden Fall lag am Dienstag Morgen einer maustot im Schweinestall. Warum weiß keiner so genau, krank schien er vorher nicht gewesen zu sein, vielleicht einfach ein Herzpatschen. Das tote „Schweinchen“ zogen Christina und ich mit vereinten Kräften aus dem Schweinestall und ließen ihn im Freien liegen. Herbert, der sowieso wegen des Schneefalls raufkommen sollte, könnte ihn dann weiter verliefern. Der Bauer kam auch bald, aber es war noch soviel zu tun (Die Kälber über der Hütte zusammen treiben und mit Heu füttern, Zäune auf den Schneefall vorbereiten, Holz hacken, usw.), dass dafür eben keine Zeit blieb.
Solche Fleischmassen bleiben natürlich nicht lange unentdeckt, einige Füchse schlichen bald um die Hütte. Neben dem Zimmer, wo Herbert schlief, steht ein riesiger Holzbottich, der im Herbst zum Mistverdünnen verwendet wird und im Sommer mit Wasser gefüllt ist. Einige harte Burschen gehen darin sogar ab und zu schwimmen, obwohl das Wasser nur einige Grad Celsius hat.
In der verhängnisvollen Nacht hörte Herbert ein platschen und weckte uns auf. War nicht wirklich ein junger Fuchs ins Wasser gefallen (so schlau kann der nicht gewesen sein) und schwamm Runde um Runde um sein Leben, dessen Stunden natürlich gezählt waren.
Woran das Füchslein dann schlussendlich gestorben ist, vermag auch keiner so genau zu sagen. Erfroren, ertrunken, erschlagen oder Bleivergiftung, wer weiß das schon so genau? Jedenfalls hatten wir in 2 Nächten 2 Leichen zu beklagen.
- Ich mit dem Fuchs der vielleicht nicht mehr wollte
- Der Bauer mit Heu für das eingeschneite Vieh
- Eingeschneites Vieh, das wir aber gut versorgt haben
- Fütterung









