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Anita Hohenwarter und Anja Kubuschok - Aualm

Mein Almtag

03. August 2011 | Kommentare geschlossen | geschrieben von

Hallo ich bin Lisa. Vorige Woche wurde ich ja bereits vorgestellt und heute möchte ich euch schreiben, was ich so den ganzen Tag hier oben mache.

Am Morgen quäle ich mich so um halb sieben aus meinem gemütlich warmen Bettchen heraus. Am liebsten würde ich ja lange schlafen aber das geht hier nicht, da am Morgen die meiste Arbeit auf uns wartet. Danach gehe ich mit Latzhose und Gummistiefel bekleidet in den Verarbeitungsraum und helfe Andrea.

Sie steht ein bisschen früher auf und ist daher auch schon mitten drin im Geschehen. Der Butter ist schon fertig gerührt und ich mache mich dann gleich daran, ihn zu klopfen, dass heißt, das Wasser sollte so gut wie möglich aus der Butter herausgeklatscht werden. Wenn dass erledigt ist, dann wird er in kleine Model, wo das Muster meistens eine Blume ist, gedrückt, wieder herausgenommen und im Wasser schwimmen gelassen, damit er schön frisch bleibt.

Diese kleinen Buttermodel geben wir dann auf unsere leckere Jause. Je nach Wetter darf ich davon 30 bis 100 Stück machen und das ist ganz schön viel Arbeit. Etwas Butter bleibt dann noch über und den darf ich triftern. Dass war am Anfang ganz schön schwer, da der Laib gut fünf Kilo wog, aber mittlerweile klappt es schon prima.

Wenn der Butter dann fertig ist, genehmige ich mir mal ein Frühstück und danach geht es auch schon weiter zum Käsemachen. Dabei ist er schon so weit, dass er in die Formen abgeschöpft werden kann. Ist dass alles erledigt, wird der Verarbeitungsraum sauber gemacht.

Manchmal gehe ich auch mit Anita zu den Kälbern, dass macht auch immer sehr viel Spaß. Besonders wenn man unter einem Stacheldraht durchschlüpfen muss und hängen bleibt. Ansonsten habe ich meistens, bis die ersten Gäste kommen, etwas Zeit für mich.

Tagsüber bin ich dann in der Küche, richte die Jausen her und bringe sie auch hinaus zu den Leuten. Wenn es dann Abend wird und die Gäste langsam nach Hause gehen, wird noch die Küche und dass Klo geputzt. Die Zentrifuge (Maschine zum Trennen von Rahm und Magermilch) wird zusammengebaut und dann gewartet bis Anita mit dem Melken fertig ist. Wenn dann alle Arbeit getan ist, dann machen wir uns noch einen gemütlichen Abend mit Kartenspielen oder reden. Manchmal kommen auch noch ein paar Einheimische vorbei, mit denen es dann auch immer recht lustig zugeht.

So zwischen neun und zehn Uhr abends falle ich dann aber todmüde in mein Bett und schlafe tief und fest bis mich dann am nächsten Morgen wieder der böse Wecker weckt und alles wieder von vorne beginnt.

Aber trotz der ganzen vielen Arbeit ist es wunderbar hier heroben!

Lisa und Andrea

Lisa und Andrea

Lisa im Verarbeitungsraum

Lisa im Verarbeitungsraum beim Zentrifugenzusammenstellen

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