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Elisabeth Mödlagl - Bichlalm

Heign

08. August 2013 | Kommentare geschlossen | geschrieben von

Vielleicht nicht unbedingt übersetzungsbedürftig ist obiges Wort, es handelt sich natürlich um das Heuen. Das Prachtwetter der letzten Wochen trug dazu bei, dass das Heign gut voran ging. Die ganze Familie hilft da zusammen, um das „Ha“ (Heu) gut und trocken einzubringen. Auf unserer Alm werden ca. 8 ha 1x im Sommer gemäht. Rund die Hälfte davon kann mit dem Mähtrack gemäht werden, wo es zu steil ist, kommt der Motormäher zum Einsatz, ein kleiner Rest bleibt noch zum Sensenmähen übrig. Bis in die 70 / 80er Jahre wurden die Wiesen ausschließlich händisch mit der Sense gemäht! Die Bergmahd dauerte dadurch ca. 4 Wochen, bei 5-6 Sensenmähern! Der „Scheibenheiger“ heigte Streifen von ca. 8 Meter Breite, dadurch konnte das Heu  von den restlichen Helfern einfacher zusammen geheigt werden. Heutzutage werden ca. 4 – 5 Tage zum Heuen benötigt! Nach dem Mähen wird das Heu mit dem Kreisler gewendet, damit es durch und durch trocken wird, mit dem Muli  wird es dann eingebracht. Im  Winter wird das Heu den Kühen zum Silo dazu gefüttert. Früher wurde das Heu heroben auf der Alm im Heustadl gelagert, bzw. vorübergehend in Tristen (das waren dünne Holzstangen, auf denen das Heu kegelförmig aufgesteckt wurde, dadurch blieb es innen trocken und man musste es nicht so weit tragen bis zum nächsten Heustadl). Später, im Herbst, wurden die Tristen dann in die Heustadl auf der Alm getragen. Das Bergheu wurde im Winter bei Schnee mit Stricken über den steilen Steig ins Tal gezogen, teilweise wurde es auf „Heubrettl“ gelegt und so gezogen, für Schlitten war es viel zu steil. Auch heute wird noch ein kleiner Teil des Heu’s als „Schneibha“ (Schneeheu) auf der Alm gelagert für den Fall, dass es zu einem kurzfristigen Wintereinbruch kommt, dies war heuer Mitte Juni der Fall – das kann man sich bei den derzeitigen Temperaturen zwar nicht vorstellen, aber in den Bergen ist wettermäßig „alles möglich“ ;-)

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